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GSM, LTE & DSL – die Netzabdeckung in Deutschland

Eine Welt ohne gutes Mobilfunknetz und schnelles Mobilfunknetz wäre heute nicht mehr vorstellbar.

Wer erinnert sich nicht noch an die 1990er Jahre, als die Mobilfunktechnologie in den Kinderschuhen steckte und man mit dem C-Netz hantierte. Mit diesem damals noch analogen Netz ließ es sich zwar schon mobil telefonieren, doch in vielen Gebieten mehr schlecht als recht. Seitdem hat sich einiges getan. Überhaupt hat sich der Ausbau der Funknetze in den letzten zwei Jahrzehnten in Deutschland rasant weiterentwickelt.

  • 1958: A-Netz  1977 eingestellt
  • 1972: B-Netz (1G)  1994 eingestellt
  • 1986: C-Netz (1G)  2000 eingestellt
  • 1992: D-Netz (2G, GSM)
  • 1994: E-Netz (2G, GSM)
  • 2004: UMTS (3G)
  • 2010: LTE (3.9G)
  • 2014: LTE-A / LTE+ (4G)
  • ab 2019 könnte bereits 5G in Deutschland starten. Ab 19. März 2019 werden die Frequenzen versteigert.

Telefonieren und Surfen wo immer man möchte?

Die 4.Generation kann mittlerweile Übertragungsraten erreichen, die sogar DSL-Festnetzanschlüsse übertreffen. Erreicht man mit LTE bis zu 100 Mbit/s, können es bei LTE-A sogar 1.000 Mbit/s sein. Im besten Fall versteht sich. Denn es gibt noch immer Gebiete in Deutschland, in denen Sie vergeblich auf die Anzeige der begehrten Balken warten. Ist die Netzabdeckung von GSM nahezu flächendeckend (GSM genügt für das mobile Telefonieren), werden die Flecken bei der 4G-Abdeckung schon deutlich mehr. Wobei es hier darauf ankommt, welchen Mobilfunkanbieter Sie nutzen.

Nach der Übernahme von O2 und E-Plus gehört die Telefónica Deutschland mittlerweile zu den drei größten Anbietern in der Bundesrepublik. War bis 2010 die Deutsche Telekom noch Marktführer mit den meisten Anschlüssen, hat sich das mittlerweile geändert.

  1. Vodafone mit 46 Millionen Mobilfunkanschlüssen
  2. Telefónica Deutschland (O2/E-Plus) mit 45,38 Millionen Mobilfunkanschlüssen
  3. Deutsche Telekom mit 43,54 Millionen Mobilfunkanschlüssen

Obwohl Vodafone Marktführer ist, hat die Deutsche Telekom noch immer das beste ausgebaute Mobilfunknetz. Auf Platz 2 folgt Vodafone, auf 3 Telefónica Deutschland. Über die aktuelle Netzabdeckung der drei großen Anbieter können Sie sich hier mit anschaulichen Karten genauer informieren. Dort sehen Sie nicht nur, ob an Ihrem Standort GSM verfügbar ist, sondern ob Sie auch mit UMTS bzw. LTE problemlos ins Internet kommen

Smart Home, WLAN und somit immer schneller funktionierende Internetverbindungen werden fast wichtige als eine ordentliche Küche oder eine ordentliche Couch.

Internet für zu Hause

Viele Menschen verzichten zu Hause bereits auf einen Festnetzanschluss und telefonieren mit dem Mobiltelefon. Selbst ins Internet können Sie mit Handy, Tablet und Laptop kommen, bei den angebotenen Flatrates ist das von den Kosten her sogar relativ günstig. Die beste Möglichkeit, um auch zu Hause schnell und ohne große Funklöcher zu surfen, ist aber die Digital Subscriber Line, kurz auch DSL genannt.

Genutzt wird bei DSL kein Funk, sondern ein Telefonkabel aus Kupfer, das aufgeteilt wird. Der eine Teil ist für den niedrigen, der andere Teil für den höheren Frequenzbereich zuständig. Während der Niedrigfrequenzbereich für Telefonate genutzt wird, ist der Hochfrequenzbereich für das Internet, also für die Übermittlung von Datensignalen zuständig. Damit beides gleichzeitig funktioniert, mussten früher die Signale gesplittet werden. Heutzutage sorgt die IP-Technik dafür, dass ein Splitten nicht mehr nötig ist – erst recht nicht bei VoIP, dann wird nämlich direkt über das Internet telefoniert. Trotzdem ist auch diese Technik vor Störungen nicht geschützt. Sind Sie beispielsweise Kunde der Deutschen Telekom, dann können Sie Ausfälle melden oder sich über eine Telekom Störung online informieren.

Noch immer ist DSL nicht flächendeckend im gesamten Bundesgebiet verfügbar. In diesem Fall können Sie auf LTE zurückgreifen oder beispielsweise Kabel Internet nutzen. Dazu brauchen Sie allerdings eine TV-Dose, die an das modernisierte Kabelnetz angeschlossen ist.

DSL – welche Geschwindigkeit brauche ich?

Ist in den deutschen Großstädten DSL meistens verfügbar, kann es in ländlichen Gegenden schon mal zu Problemen kommen. Eine Karte für die Netzabdeckung wie beim Mobilfunk gibt es leider nicht, stattdessen können Sie die DSL-Verfügbarkeit beim jeweiligen Anbieter online checken. Dabei erfahren Sie auch, wie schnell Sie an Ihrem Ort im Internet surfen können, also ob Highspeed bei Ihnen möglich ist. Stellt sich nur noch die Frage: Welche Geschwindigkeit ist für welche Zwecke geeignet?

  • DSL 6.000

Wenn Sie sich zu den „Normalsurfern“ zählen, dann dürfte ein 6.000er-Anschluss genügen. Da die 6 Mbit/s meist nicht erreicht werden, kann es beispielsweise bei Onlinespielen oder beim Betrieb von zwei oder mehreren Computern dazu kommen, dass das Bild stockt. Ärgerlich ist das sicherlich auch beim Ansehen von Videos.

  • DSL 16.000

Ein 16.000er ist für Onlinegamer ideal. Auch das Streamen von TV-Programmen sollte damit problemlos funktionieren. IPTV ist ebenfalls möglich, allerdings nicht in HD-Qualität. Problematisch kann es werden, wenn mehrere Personen gleichzeitig online sind.

  • DSL 25.000

Diese Geschwindigkeit ist dazu geeignet, IPTV in HD-Qualität wiederzugeben und das auch, wenn das Internet parallel noch von anderen Personen genutzt wird. Allerdings kann die HD-Qualität nur auf einem TV-Gerät angesehen werden, da die Übertragungsrate nur für einen Stream ausreicht.

  • DSL 50.000

Soll IPTV in HD-Qualität auf zwei Fernsehern gleichzeitig empfangen werden, ist der 50.000er-Anschluss ideal. Auch wenn mehrere Personen zeitgleich das Internet nutzen, kommt es hierbei kaum zu Ausfällen bzw. Verzögerungen.

  • DSL 100.000

Ob Onlinespiele, Surfen im Internet, Downloads, HD-TV und das zur gleichen Zeit an mehreren Endgeräten – mit DSL 100.000 ist das kein Thema mehr.

Beeindruckend sind auch die Downloadzeiten bei den unterschiedlichen DSL-Geschwindigkeiten.

6.000 16.000 25.000 50.000 100.000
3MB = Foto 3 Sek. 1 Sek. 0,9 Sek. 0,5 Sek. 0,2 Sek.
5 MB = MP3 6 Sek. 2 Sek. 1 Sek. 0,8 Sek. 0,4 Sek.
80 MB = Software 1 Min. 46 Sek. 40 Sek. 25 Sek. 12 Sek. 6 Sek.
5 GB = Videospiel 1 Std. 50 Min. 41 Min. 40 Sek. 26 Min. 40 Sek. 13 Min. 20 Sek. 6 Min. 30 Sek.
8 GB = Film 2. Std. 57 Min. 1 Std. 6 Min. 42 Min. 40 Sek. 21 Min. 20 Sek. 10 Min. 25 Sek.

Fazit: Die Mobilfunk-Netzabdeckung in Deutschland ist zwar von Anbieter zu Anbieter noch immer unterschiedlich, dennoch ist an den meisten Orten Telefonieren und Surfen im Internet möglich. Im Zweifel sollten Sie sich bei den drei großen Anbietern die Karten mit den Netzabdeckungen ansehen.

Bei DSL können Sie einen Test durchführen, welche Geschwindigkeit an Ihrem Wohnort verfügbar ist. Hier gilt es in der Folge die Preise der unterschiedlichen Anbieter miteinander zu vergleichen.

About Bastian Ebert

Ich beschäftige mich bereits seit 2006 mit dem Thema Telekommunikation und Mobilfunk auf dem deutschen Markt. Meine Spezialgebiete sind dabei die mobilen Datentarife, Prepaid-Karten und die Angebote der Handy-Discounter (insbesondere die Allnet-Flatrates). Besonders bei den Allnet Flat hat sich der Markt dabei deutlich weiter entwickelt und es ergibt sich fast täglich etwas Neues, über das ich schreiben kann. Bei Fragen und Anmerkungen stehe ich im Kommentarbereich gerne zur Verfügung. Mehr Details zu mir und meinem Hintergrund gibt es hier: Wer schreibt hier?

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