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Allnet Flatrates mit Handy und Smartphone

Allnet Flatrates mit Handy und Smartphone – Sehr häufig gibt es neben den reinen Allnet-Flat Tarifen auch Anbieter, die zur Allnet Flatrate ein Handy oder Smartphone bieten. Bei den Netzbetreibern ist dies bereits Standard und häufig bekommt man auch aktuelle Geräte mit einem kräftigen Preisnachlass, der um so höher ausfällt, je teurer der Tarif ist. Bei den Discountern dagegen gibt es teilweise noch reine Simkarte-Anbieter, die keine Hardware im Angebot haben, größeren Allnet-Anbieter wie Congstar, Klarmobil, Yourfone oder Simyo haben aber ebenfalls eine große Auswahl an Handys und Smartphones, die man zum Vertrag wählen kann.

Selbst die Topmodelle wie das Samsung Galaxy oder die aktuellen iPhone Modelle gibt es mittlerweile auch bei den Discountern – teilweise allerdings nicht sofort nach Marktstart sondern mit etwas Verzögerung.

Der Nachteil bei diesen Tarifen: es gibt diese Angebote in der Regel nur mit langer Laufzeit. Wer nach Angebote und Allnet Flat ohne Vertrag sucht, findet an der Stelle leider keine Möglichkeiten. Es gibt bisher auch keinen Anbieter, der auf mehr Flexibilität setzt, aktuelle bedeutet ein Handy zu Allnet Flat immer auch eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Bei den O2 Flat direkt von O2 gibt es aber zumindest die Möglichkeit, Handy und Tarif mit unterschiedlichen Laufzeiten zu buchen. Dann läuft die Flatrate auch etwas kürzer. Bei den D1 Flat und den D2 Vodafone Flat gibt es dies aber bisher so noch nicht.

Android oder iOS?

Die Frage nach Android oder iOS ist nach wie vor eine Glaubensfrage. iOS ist nur in Verbindung mit einem iPhone oder iPad erhältlich, während man Android mittlerweile auf den Smartphones verschiedener Anbieter findet. Android ist derzeit in der Version 12 auch für ältere Geräte verfügbar und als Android 13 für die neusten Modelle. An dieser Stelle wird ein Schwachpunkt deutlich, denn die meisten Hersteller arbeiten nicht mit der originalen Android Version sondern mit angepassten Varianten für die jeweiligen Geräte. Nutzer müssen daher oft warten, bis der Hersteller das entsprechende Update verfügbar hat.  Dazu ist man bei der Entwicklung von Google abhängig und muss eventuelle Entscheidungen des Unternehmens mit tragen. Apple arbeitet mit iOS 16 und diese Version kann sofort nach dem Erscheinen auf allen Geräten mit der passenden Hardware aufgespielt werden. Damit ist man zwar auch von einem Unternehmen abhängig (Apple) aber hat de Version wenigstens ohne Zeitverlust. iOS 16 läuft mittlerweile bereits auf zwei Drittel aller Geräte, während die neuste Version von Android noch wenig verbreitet ist. Auf der anderen Seite ist iOS nach wie vor wesentlich restriktiver, es sein denn man wagt sich an einen Jailbreak für die Geräte, was aber bei Handys im Wert von an die 1000 Euro nicht jeder möchte – immerhin verfällt dann oft auch die Garantie komplett und man bleibt auch Schäden selbst sitzen.

Meistens fällt die Entscheidung aber ohnehin nach bereits genutztem Betriebssystem, denn bei einem Wechsel kann man die Apps leider nicht mit nehmen. Kostenpflichtige Apps müssten dann neu erworben, der Rest neu herunter geladen werden. Die meisten Nutzer scheuen diesen Aufwand und bleiben bei ihrem bisherigen System.

Simlock bei iPhones

UPDATE: Mittlerweile gibt es keine iPhone Modelle mit Simlock mehr. Daher bekommt man auch beim iPhone immer freie Geräte ohne Sperren.

Simlock und Netlock kennt man eigentlich nur aus dem Prepaid Bereich, bei den iPhone Vertragsgeräten der Telekom und Vodafone waren und sind Simlocks aber nach wie vor Gang und Gebe. Das hat sich erst 2013 geändert, mittlerweile sind auch bei den beiden Netzbetreibern freie Geräte zu haben (auch wenn Vodafone anscheinend noch Probleme hat). Derzeit ist es oft so, dass die Geräte am Anfang noch mit Netlock ausgeliefert werden, nach einiger Zeit aber der Lock automatisch per Software Update entfernt wird. Wer sich unsicher ist, sollte auf jeden Fall beim Anbieter nachfragen, welche genauen Regelungen bestehen.

eSIM Flatrates für moderne User

Mittlerweile benötigt man für viele Smartphones gar keine Plastik Sim mehr, denn die neueren Geräten haben verbaut eSIM Chips, auf die man Tarife und Flatrates einfach laden kann. Apple geht sogar noch einen Schritt weiter und bietet in den USA die iPhone 14 Modelle sogar komplett ohne Sim-Slot an. Die Modelle haben nur noch eSIM (ältere Modelle und auch das iPhone SE haben aber auch in den USA weiterhin Plastik Sim Karten).

Apple schreibt selbst zu diesem Thema:

Das iPhone bietet superschnelle Downloads und Uploads, besseres Streaming und schnelles 5G, für zuverlässige Verbindungen und einfaches Teilen von Inhalten.8 Der Support für 5G auf dem iPhone erstreckt sich nun auf mehr als 250 Anbieter in über 70 Märkten weltweit, mit erweiterter Unterstützung von unabhängigen Netzwerken. Über die digitale eSIM können Nutzer:innen ihre Mobilfunkverträge ganz einfach aktivieren oder bestehende Tarife schnell übertragen. Sie ist eine sicherere Alternative zur physischen SIM Karte und ermöglicht mehrere Tarife auf nur einem Gerät. Bei den US-Modellen des iPhone 14 und iPhone 14 Plus entfällt das SIM Einschubfach. So können Nutzer:innen ihre Geräte schneller und einfacher einrichten.

In Deutschland hat man zumindest noch die Wahl zwischen eSIM oder Plastik Sim, aber viele Verbraucher greifen dennoch zu eSIM Flatrates, weil diese einfach die moderne Form sind, ein Handy zu betreiben. Daher finden sich bereits bei fast allen größeren Anbieter auch eSIM Tarife, die man direkt buchen kann bzw. die normalen Allnet Flat lassen sich auch als eSIM Flat buchen. Man muss also nicht mehr eigene Tarife buchen, sondern kann sich oft den Wunschtarif bereits als eSIM holen. Mehr dazu: eSIM Tarife

Alternative Betriebssysteme

Neben den bekannten Systemen gibt es auch andere Betriebssysteme für Smartphones, die man nutzen kann. Am meisten Aufsehen haben wohl die mobilen Applikationen von Mozilla (FirefoxOS, basierend auf Linux) und Ubuntu gesorgt. Das erste FirefoxOS Handy kann man aktuell bei Congstar kaufen. Es ist das Alcatel Touch Fire und kostet beim Discounter um die 80 Euro. Es gibt mittlerweile aber auch andere Geräte mit diesem Betriebssystem. Ubuntu ist noch nicht ganz so weit, soll aber auch eine Alternative werden, die nicht nur für Technikbegeisterte zur Verfügung steht und mittlerweile auch Unterstützung auf dem Mobilfunk-Markt hat.

Allerdings hat es bisher keines der System geschafft, nennenswerte Marktanteile zu erobern. Man lässt sich daher mit der Entscheidung für ein solches System auch darauf ein, dass man möglicherweise nicht alle Funktionen anderer Anbieter hat oder viel selbst machen muss. Das ist vor allem für technikbegeisterte Nutzer interessant – vor allem, wenn es bereits ein gewisses technisches Know-How gibt.

Nachrechnen Pflicht

Egal für welches Handy oder Betriebssystem man sich entscheidet: eine Allnet Flat mit Handy ist immer komplizierter als eine reine Allnet Flat. Es ist daher wichtig vor dem Kauf nachzurechnen, was das Handy kostet und was man über die gesamte Laufzeit zahlt. Nur so weiß man genau welche Kosten entstehen und ob man mit einem freien Gerät nicht doch vielleicht besser fahren würde. Dabei sollte man nicht nur den Kaufpreis und die Grundgebühr betrachten, sondern alle Kosten, die entstehen, mit in die Rechnung einbeziehen. Dazu gehören beispielsweise auch die Aktivierungsgebühr und eventuelle Kosten, die durch eine Datenautomatik anfallen können. Nur dann kann man objektiv entscheiden, welches Angebot wirklich besser ist – ein freies Handy samt passender Flatrate oder eine Allnet Flat in Verbindung mit einem Handy oder Smartphone.

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