5G Allnet Flat – wann kommen die ersten Angebote auf den Markt?

5G Allnet Flat – wann kommen die ersten Angebote auf den Markt? – Im nächste Jahr sollen die ersten Handys und Smartphones mit 5G auf den Markt kommen und daher gibt es derzeit bereits die ersten Nachfragen, ob es bereits passende Allnet Flat mit diesem neuen Datenstandard gibt und ab wann man sie wird buchen können.

Prinzipiell ist 5G dabei der Nachfolger von LTE und 4G und soll im Mobilfunk-Bereich das Surfen noch schneller und komfortabler machen. Aktuell wird in Deutschland das 5G Netz versteigert bzw. die entsprechenden Frequenzen für den Aufbau des Netzes vergeben. Die Auktion ist dabei inzwischen beendet und es erfolgt nun der Aufbau der jeweiligen Netzbereiche. Die Telekom und Vodafone sind dabei am weitesten. 5G kommt dabei auch noch mit einer weiteren Änderung daher: mit 1&1 United Internet wird es einen vierten Netzbtreiber im Mobilfunk-Bereich geben. Zukünftig wird man 5G Allnetflat also bei Telekom, Vodafone, O2 und auch 1&1 finden können. Insgesamt haben diese 4 Anbieter 6,6 Milliarden Euro für die neuen 5G Bänder geboten.

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Prinzipiell soll aber ab Ende 2019 bis spätestens 2020 das 5G Netz in Deutschland bei allen Anbietern stehen und nutzbar sein. Allerdings kann man wohl davon ausgehen, dass der flächendeckende Ausbau mit 5G wohl noch auf sich warten lässt um zum Start vor allem die Ballungsgebieten ausgebaut werden.

5G Allnet Flat – der aktuelle Stand

Aktuell gibt es 5G Tarife und Flatrates bereits in den Netzen von Vodafone und der Telekom. Beide Unternehmen bieten die eigenen Handytarife kostenlos mit 5G an – ist das Netz bereits ausgebaut, kann man damit also ohne Aufpreis 5G Geschwindigkeiten nutzen (das passende Handy voraus gesetzt). Die Telekom ist dabei (Stand Mitte 2020) mit dem Ausbau bereits am weitesten und versorgt mittlerweile große Bereiche in Deutschland mit 5G. Die Telekom selbst schreibt dazu:

„Das ist die größte 5G-Initiative Deutschlands. Wir bringen 5G für die Hälfte der deutschen Bevölkerung in die Stadt und auf das Land. Und dieses Etappenziel erreichen wir jetzt schon früher als geplant“, betont Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner. „Trotz der Corona-Krise haben wir 5G ohne Umwege ausgebaut. Unsere Netze haben zuverlässig gearbeitet. Zusätzlich zur Krisensituation haben unsere Techniker über 12.000 Antennen für 5G fit gemacht. Bis Ende des Jahres werden es sogar 40.000 Antennen sein. Das ist eine Riesenleistung. Auch bei 5G wird die Deutsche Telekom das beste Netz haben. Im ersten Schritt können ab heute rund 16 Millionen Menschen in Deutschland 5G nutzen. Ab Mitte Juli dann bereits die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands.“ Den Kunden biete man nicht nur das beste Netz, sondern auch die passenden Tarife und attraktive Smartphones, so Wössner.

Vodafone ist mit dem Ausbau noch nicht ganz so weit und hat aktuell weniger Standorte mit 5G in Betrieb. Unabhängig vom Netz sollte man aber vor einer Entscheidung für 5G immer prüfen, ob der Standard in der eigenen Region bereits verfügbar ist – nur dann kann man die 5G Mobilfunk-Tarife sinnvoll nutzen.

5G Stand Ende 2018

Aktuell ist 5G noch in der Vorbereitung und daher gibt es aktuell (Stand 4. Quartal 2018) noch keine 5G Flatrate und keinen entsprechenden Handytarif auf dem deutschen Markt. Man findet also weder in den Netzen der Telekom, als auch bei Vodafone oder O2 passende 5G Tarife. Das liegt vor allem auch daran, dass es noch ein 5G Netz gibt es daher solche Tarife derzeit auch noch nicht nutzbar sind.

Allerdings laufen bei allen großen Netzbetreibern die Vorbereitungen, um mit 5G Verbindungen möglichst schnell starten zu können. So hat Vodafone derzeit einen Pilottest am Laufen und auch die Telekom testet derzeit 5G Verbindungen schon im Hamburger Hafen. Allerdings sind diese Tests noch nicht öffentlich nutzbar. Das liegt auch daran, dass bisher noch passende Handys und Smartphones mit 5G fehlen. Nach den ersten Aussagen der Netzbetreiber sollen die neuen 5G Flat dabei nicht deutlich teurer werden als aktuelle Tarife, dafür dürfte aber deutlich mehr Datenvolumen mit an Bord sein. Bleibt abzuwarten, bei welchem Anbieter es die ersten 5G Tarife und Flatrates geben wird.

2023 werden bereits 1 Milliarde 5G Anschlüsse weltweit erwartet

Nach der Freigabe der Frequenzen wird aber sowohl für Deutschland als auch weltweit ein rasches Wachstum im 5G Bereich erwartet. Hierzulande wird dies aber sicher auch davon abhängen, wie teuer die neuen Allnetflat mit 5G Anbindung sein werden. Bei LTE hatte man gesehen, dass die Tarife am Anfang noch recht teuer warten und daher nur selten genutzt wurden. Erst mit der Freigabe für die Discounter hatte sich auch die Verbreitung von LTE vervielfacht und es ist anzunehmen, dass es bei 5G und den kommenden 5G Flatrates auch ähnlich sein wird.

Welche Vorteile bieten Allnet Flat mit 5G?

Wie oben bereits angedeutet, lohnen sich 5G Flat durchaus auch für Verbraucher, denn die Geschwindigkeiten im mobilen Internet können sich durch 5G deutlich erhöhen. So sollen mit 5G Geschwindigkeiten von 5 bis 20 Gigabit pro Sekunde möglich sein. Das wäre das 10- bis 40fache der aktuellen maximalen Geschwindigkeiten, die derzeit mit LTE im 4G Bereich erreicht werden.

Dazu gibt es auch eine neue interessante Untergrenze, die bei mindestens 100MBit/s liegen soll. Wer also 5G Netz hat, surft in jedem Fall mit mindestens 100MBit/s, auch wenn die Netzqualität vielleicht nicht so gut sein sollte. Im Vergleich dazu kann man aktuell im 4G Bereich mit LTE Allnet Flat teilweise langsamer surfen als mit 3G, weil es eine solche Untergrenze nicht gibt.

Die Vorteile von 5G enden aber nicht beim Verbraucher, sondern auch die Netzbetreiber selbst gibt es einigen handfeste und vor allem wirtschaftliche Vorteile. So kann eine 5G Zelle deutlich mehr Endgeräte versorgen als es mit den aktuellen Standards möglich ist. Auf diese Weise können mehr Verbraucher verbunden werden ohne dabei die Hardware massiv aufrüsten zu müssen.

Darüber hinaus ist auch der Netzbetrieb im 5G Bereich im Vergleich kostengünstiger. Die Stromkosten für die Versorgung von Funkzellen sollen nur noch ein Zehntel der aktuellen Kosten betragen und auch für Wartung sinken die Kosten. Dazu ist die Stabilität der Funkmasten höher und damit sinkt die Zahl der Ausfällen (und damit auch die Anzahl der teuren Technikereinsätze.

Insgesamt gesehen gibt es also gute Gründe, warum derzeit weltweit so viel Anstrengungen in den Aufbau von 5G fließen und warum auch die Netzbetreiber darauf drängen, den neuen Mobilfunk-Standard in der Praxis umzusetzen. Was genau dabei in Deutschland genau umgesetzt wird, ist aber bisher noch offen.

Grafik: So haben sich die Mobilfunk-Datenübertragungen verändert

Der Netzausbau in Deutschland hat sich in den letzten Jahren immer weiter entwickelt und war vor allem seit 2000 durch immer mehr Datenübertragung gekennzeichnet. Daher gibt es mit 3G (UMTS und HSDPA), 4G (LTE) und zukünftig auch 5G vor allem die Entwicklung bei der Datenübertragung in den Netzen, während sich die Techniken für Gespräche und SMS kaum weiter entwickelt haben. Im Gegenteil gibt es derzeit immer stärker den Trend auch diese Leistungen über die Datennetze abzuwickeln (VoLTE).

Unklar ist allerdings, wie es nach 5G weiter geht. Man kann aber davon ausgehen, dass 5G Verbindungen nicht das Ende der Entwicklung sein werden, sondern dass die Anbieter und Techniker auch weiterhin daran arbeiten, die mobile Datenübertragung schneller und leistungsfähiger zu machen. Es ist daher fast sicher, dass nach 5G auch ein 6G kommen wird.

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About Bastian Ebert

Ich beschäftige mich bereits seit 2006 mit dem Thema Telekommunikation und Mobilfunk auf dem deutschen Markt. Meine Spezialgebiete sind dabei die mobilen Datentarife, Prepaid-Karten und die Angebote der Handy-Discounter (insbesondere die Allnet-Flatrates). Besonders bei den Allnet Flat hat sich der Markt dabei deutlich weiter entwickelt und es ergibt sich fast täglich etwas Neues, über das ich schreiben kann. Man findet mich dazu inzwischen auf mehreren Portalen - so kann ich recht unabhängig von Plattform und Anbieter über das Thema Allnetflat berichten. Bei Fragen und Anmerkungen stehe ich im Kommentarbereich gerne zur Verfügung. Mehr Details zu mir und meinem Hintergrund gibt es hier: Wer schreibt hier?

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