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Allnet Flatrates mit Handy und Smartphone

Allnet Flatrates mit Handy und Smartphone – Sehr häufig gibt es neben den reinen Allnet-Flat Tarifen auch Anbieter, die zur Allnet Flatrate ein Handy oder Smartphone bieten. Bei den Netzbetreibern ist dies bereits Standard und häufig bekommt man auch aktuelle Geräte mit einem kräftigen Preisnachlass, der um so höher ausfällt, je teurer der Tarif ist. Bei den Discountern dagegen gibt es teilweise noch reine Simkarte-Anbieter, die keine Hardware im Angebot haben, größeren Allnet-Anbieter wie Congstar, Klarmobil, Yourfone oder Simyo haben aber ebenfalls eine große Auswahl an Handys und Smartphones, die man zum Vertrag wählen kann.

Selbst die Topmodelle wie das Samsung Galaxy oder das HTC One gibt es mittlerweile auch bei den Discountern – teilweise allerdings nicht sofort nach Marktstart sondern mit etwas Verzögerung.

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Android oder iOS?

Die Frage nach Android oder iOS ist nach wie vor eine Glaubensfrage. iOS ist nur in Verbindung mit einem iPhone oder iPad erhältlich, während man Android mittlerweile auf den Smartphones verschiedener Anbieter findet. Android ist derzeit in der Version 6 auch für ältere Geräte verfügbar und als Android 7 Nougat für die neusten Modelle. An dieser Stelle wird ein Schwachpunkt deutlich, denn die meisten Hersteller arbeiten nicht mit der originalen Android Version sondern mit angepassten Varianten für die jeweiligen Geräte. Nutzer müssen daher oft warten, bis der Hersteller das entsprechende Update verfügbar hat.  Dazu ist man bei der Entwicklung von Google abhängig und muss eventuelle Entscheidungen des Unternehmens mit tragen. Apple arbeitet mit iOS 7 und diese Version kann sofort nach dem Erscheinen auf allen Geräten mit der passenden Hardware aufgespielt werden. Damit ist man zwar auch von einem Unternehmen abhängig (Apple) aber hat de Version wenigstens ohne Zeitverlust. iOS 7 läuft mittlerweile bereits auf zwei Drittel aller Geräte, während die neuste Version von Android noch wenig verbreitet ist. Auf der anderen Seite ist iOS nach wie vor wesentlich restriktiver, es sein denn man wagt sich an einen Jailbreak für die Geräte, was aber bei Handys im Wert von an die 1000 Euro nicht jeder möchte – immerhin verfällt dann oft auch die Garantie komplett und man bleibt auch Schäden selbst sitzen.

Meistens fällt die Entscheidung aber ohnehin nach bereits genutztem Betriebssystem, denn bei einem Wechsel kann man die Apps leider nicht mit nehmen. Kostenpflichtige Apps müssten dann neu erworben, der Rest neu herunter geladen werden. Die meisten Nutzer scheuen diesen Aufwand und bleiben bei ihrem bisherigen System.

Simlock bei iPhones

Simlock und Netlock kennt man eigentlich nur aus dem Prepaid Bereich, bei den iPhone Vertragsgeräten der Telekom und Vodafone waren und sind Simlocks aber nach wie vor Gang und Gebe. Das hat sich erst 2013 geändert, mittlerweile sind auch bei den beiden Netzbetreibern freie Geräte zu haben (auch wenn Vodafone anscheinend noch Probleme hat). Derzeit ist es oft so, dass die Geräte am Anfang noch mit Netlock ausgeliefert werden, nach einiger Zeit aber der Lock automatisch per Software Update entfernt wird. Wer sich unsicher ist, sollte auf jeden Fall beim Anbieter nachfragen, welche genauen Regelungen bestehen.

Was ist mit Window Phone?

Nokia hat durch die Kooperation mit Microsoft dem Windows Betriebssystem für Handys einen festen Platz eingeräumt, auch wenn die Zahlen bei den Verkäufen bei weitem nicht mit Android und iOS mithalten können. Wer Windows 8 in der Kachel-Ansicht nutzt, wird auch mit der mobilen Version kaum Probleme haben. Der Umstieg von Windows 7 oder älteren Versionen auf die mobile Windows Version auf dem Smartphone ist aber sehr gewöhnungsbedürftig. Der Übergang zu 8.1 ist dann aber einfacher, obwohl auch da einige Funktionen weggefallen sind. Mittlerweile gibt es aber auch von Microsoft wieder einige schicke Modelle und Windows 10 mobile ist derzeit auch für einige ältere Modelle (leider nicht alle) verfügbar.

Das Problem: Microsoft selbst will wohl keine große Modellpalette mehr produzieren und setzt nur noch auf Topmodelle unter dem Namen Surface.  Für den Einsteigerbereich sieht es also weniger gut aus und der Marktanteil von Windows im Bereich der mobilen Betriebssystem dürfte eher noch weiter sinken.

Die gute Nachricht: nach dem Kauf von Nokia durch Microsoft sieht es nun aber wieder so aus, als würde Nokia selbst erneut aktiv werden. Das Unternehmen hat angekündigt, Ende 2016 die ersten eigenen Modelle wieder auf den Markt zu bringen. Für viele Nutzer war Nokia der Einstieg in den Handybereich und daher ist mit dem Namen immer noch eine positive Erwartungshaltung verbunden. Die neuem Modelle sollen allerdings mit Android laufen und keine Windows Geräte mehr sein.

Alternative Betriebssysteme

Neben den bekannten Systemen gibt es auch andere Betriebssysteme für Smartphones, die man nutzen kann. Am meisten Aufsehen haben wohl die mobilen Applikationen von Mozilla (FirefoxOS, basierend auf Linux) und Ubuntu gesorgt. Das erste FirefoxOS Handy kann man aktuell bei Congstar kaufen. Es ist das Alcatel Touch Fire und kostet beim Discounter um die 80 Euro. Es gibt mittlerweile aber auch andere Geräte mit diesem Betriebssystem. Ubuntu ist noch nicht ganz so weit, soll aber auch eine Alternative werden, die nicht nur für Technikbegeisterte zur Verfügung steht und mittlerweile auch Unterstützung auf dem Mobilfunk-Markt hat.

Allerdings hat es bisher keines der System geschafft, nennenswerte Marktanteile zu erobern. Man lässt sich daher mit der Entscheidung für ein solches System auch darauf ein, dass man möglicherweise nicht alle Funktionen anderer Anbieter hat oder viel selbst machen muss. Das ist vor allem für technikbegeisterte Nutzer interessant – vor allem, wenn es bereits ein gewisses technisches Know-How gibt.

Nachrechnen Pflicht

Egal für welches Handy oder Betriebssystem man sich entscheidet: eine Allnet Flat mit Handy ist immer komplizierter als eine reine Allnet Flat. Es ist daher wichtig vor dem Kauf nachzurechnen, was das Handy kostet und was man über die gesamte Laufzeit zahlt. Nur so weiß man genau welche Kosten entstehen und ob man mit einem freien Gerät nicht doch vielleicht besser fahren würde. Dabei sollte man nicht nur den Kaufpreis und die Grundgebühr betrachten, sondern alle Kosten, die entstehen, mit in die Rechnung einbeziehen. Dazu gehören beispielsweise auch die Aktivierungsgebühr und eventuelle Kosten, die durch eine Datenautomatik anfallen können. Nur dann kann man objektiv entscheiden, welches Angebot wirklich besser ist – ein freies Handy samt passender Flatrate oder eine Allnet Flat in Verbindung mit einem Handy oder Smartphone.

About Redaktion

Ich beschäftige mich bereits seit 2005 mit dem Thema Telekommunikation und Mobilfunk auf dem deutschen Markt. Meine Spezialgebiete sind dabei die mobilen Datentarife, Prepaid-Karten und die Angebote der Handy-Discounter (insbesondere die Allnet-Flatrates). Bei Fragen und Anmerkungen stehe ich im Kommentarbereich gerne zur Verfügung.

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